<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471</id><updated>2011-04-21T23:37:31.579+01:00</updated><title type='text'>Tamaryokucha</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>12</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-115418782320481338</id><published>2006-07-29T16:42:00.000+01:00</published><updated>2006-07-29T16:43:43.220+01:00</updated><title type='text'>Mein Japan!</title><content type='html'>Das also ist das Ende. Oder zumindest vorerst mal das Ende meines Blogs.&lt;br /&gt;Da ich von Anfang an nicht im Geringsten wusste, wie ich meine Suche nach Japan konkret gestalten könnte, hab ich einfach mal überall so ein bisschen reingeschnuppert, hab mal über das eine, mal über das andere geschrieben.&lt;br /&gt;Einen roten Faden hab ich dabei nicht gefunden…&lt;br /&gt;Auch wollte ich vermeiden Tatsachen zu wiederholen und einfach nur niederzuschreiben.&lt;br /&gt;Also habe ich mich umgeschaut – hauptsächlich im Internet – habe mir einige Aspekte des Gefundenen heraus gefischt und meine Gedanken darum gesponnen.&lt;br /&gt;Es mag nicht immer richtig sein, was ich geschrieben habe, aber es ist das was ich aus all der Information gebaut habe. Mein Phantasma Japan.&lt;br /&gt;Zwischenzeitlich habe ich auch versucht auf Murakami einzugehen, bei ihm Japan zu finden, aber das habe ich schnell aufgegeben, da ich Murakami irgendwie sehr unjapanisch finde und in den Sitzungen eigentlich nur über  „Kafka am Strand“ eingehend gesprochen wurde, ich habe allerdings nur „Mr. Aufziehvogel“ und „Wilde Schafsjagd“ gelesen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn vor dem Kurs mein Bild von Japan durch Touristen in Baden-Baden geprägt war, so hat sich dieses Bild dahingehend geändert, dass dieser Tourist nicht einfach wieder im Nichts verschwindet, wenn er abreist, sondern dass er sich auf den Weg zu einer bunt gefleckten Insel macht.&lt;br /&gt;Eine Insel der verschiedensten Phänomene, die alle bunt gemixt durcheinander miteinander leben. Es sind die Flecken, die ich mir selbst durch meinen Blog erschlossen habe. Von Tee über Waldgeister bis hin zu Aussteigern und Weirdos, die ihr Glück in der Flucht suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe also nicht das eine „mein Japan“ gefunden, es ist vielmehr eine Ahnung, die sich nicht greifen lässt und auch niemals den Anspruch auf Wahrheit erfüllt.&lt;br /&gt;Es ist auch nicht so, dass ich unbedingt nach Japan reisen möchte um mir ein „richtiges“ Bild machen zu können. Ich kann sehr gut damit leben, wie ich Japan finde.&lt;br /&gt;Ich weiß jetzt ein bisschen mehr über Japan und find die Japaner noch ein bisschen komischer. Wobei ich feststellen musste, dass sie eben gar nicht so sehr von uns Europäern unterscheiden, wie alle (und die Japaner selbst wahrscheinlich auch) immer denken. Wir haben alle die gleichen Macken, Bedürfnisse und meinetwegen auch Vorlieben, wir leben sie nur auf unterschiedliche Art und Weise aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde es gut und richtig, dass ich durch den Kurs quasi gezwungen war, mich mit Japan auseinander zu setzen. Es war nicht immer einfach und ich habe oft genug geschimpft als gäbe es kein Morgen mehr (sei es über die Frage, worüber ich denn schreiben könnte oder etwa über blogger.com, weil ich einfach keine Bilder mehr reinsetzen konnte…) und ich bin auch echt oft in immensen Zeitdruck geraten, bin eigentlich sogar noch mitten drin. Aber rückblickend hat es Spaß gemacht und war total interessant zu recherchieren und zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Würde ein Cyberfictions 3.0 angeboten, ich wäre wieder dabei. Allerdings muss es ja nicht wieder von Japan handeln…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-115418782320481338?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/115418782320481338/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=115418782320481338' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115418782320481338'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115418782320481338'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/07/mein-japan.html' title='Mein Japan!'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-115399951702371190</id><published>2006-07-27T11:42:00.000+01:00</published><updated>2006-07-27T12:25:17.036+01:00</updated><title type='text'>Robin Hood in Japan</title><content type='html'>Wenn wir "Robin Hood" hören, denken wir an den Rächer der Witwen und Waisen, an einen edlen jungen Mann, der den reichen klaut um den Armen zu geben.&lt;br /&gt;Ein Entrechteter, der in den Wäldern von Sherwood haust, Gleichgesinnte um sich sammelt, vom Rest der Gesellschaft (bzw. vom Adel) jedoch als Wertlos betrachtet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Yakuza, von der westlichen Presse fälschlicherweise als Japans Mafia bezeichnet, sind auch die Wertlosen ihrer Gesellschaft.&lt;br /&gt;Das Wort Yakuza sagt es schon: es bezeichnet eine Zahlenfolge in einem Kartenspiel, welches Black Jack gar nicht unähnlich ist. Mit Yakuza (mit einem Wert von 20) hat man verloren - das Blatt ist wertlos.&lt;br /&gt;Die Mitglieder der Yakuza, die sich in verschiedene Gruppen, genannt "kumi", einteilen, vertreten ihr Dasein in der Gesellschaft als unangesehene Randgruppe voller Stolz.&lt;br /&gt;Ehemals zeigten sie es auch durch sehr große Tätowierungen, doch seit die Yakuza verboten wurde (von der Polizei, die natürlich von den Samurai abstammt), will niemand mehr auffallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Yakuza haben ihren Ursprung in der Edo-Zeit, die etwa von 1600 bis Ende des 19. Jhdts. dauerte und nach der damaligen Hauptstadt Edo benannt war. Hier setzte sich die Yakuza eben vornehmlich aus Menschen weniger hoher Geburt, meist Bauern und Handwerker.&lt;br /&gt;Die Yakuza nahmen jeden auf, der auf irgendeine Art und Weise nicht zum Rest der Gesellschaft gehörte. Sie boten ein Zuhause, eine Familie und das Gefühl der Zugehörigkeit.&lt;br /&gt;Also gilt auch hier wieder der Aspekt der Flucht seines gewöhnlichen Lebens, um Annerkennung unter Gleichgesinnten zu erlangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch auch wenn sich heftigst gegen den Vergleich mit der Mafia, wie man sie vor allem aus Italien kennt, gewehrt wird, gewisse Ähnlichkeiten lassen sich einfach nicht leugnen.&lt;br /&gt;So gibt es auch ben den Yakuza einen "Paten", er nennt sich hier jedoch "Oyabun". Und auch hier ist Loyalität das höchste Gut, sie geht sogar soweit, dass man sich selbst verstümmelt, hat man einen Fehler begangen. So kann man seine Ehre wieder herstellen (auch ganz ähnlich wie bei den Samurai, nur dass diese halt gleich sterben...).&lt;br /&gt;Noch eine Paralelle zeigt sich im Wirkungskreis. Die Yakuza hat ihre Finger überall drin, vor allem in den höchsten Kreisen von Wirtschaft und Finanz. Auch den "einfachen und traditionellen" Mafiaaktivitäten entziehen sie sich nicht, sie verkaufen genauso Frauen, Drogen und Diebesgut, wie andere Untergrundorganisationen es tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also sind die Yakuza dann doch nicht so ganz speziell im Vergleich zu anderen Mafiaorganisationen, wenn man mal davon absieht, dass Mafia bzw. Yakuza per se schon etwas sehr Spezielles ist...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yakuza"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Yakuza&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://mitglied.lycos.de/YakuzaNet/Yakuza/index.htm"&gt;http://mitglied.lycos.de/YakuzaNet/Yakuza/index.htm&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-115399951702371190?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/115399951702371190/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=115399951702371190' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115399951702371190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115399951702371190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/07/robin-hood-in-japan.html' title='Robin Hood in Japan'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-115393863514783273</id><published>2006-07-26T18:32:00.000+01:00</published><updated>2006-07-26T19:30:35.193+01:00</updated><title type='text'>Alle Wege führen...</title><content type='html'>...überhaupt wohin?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In meinem letzten Post schrieb ich über die Hikikomori, eine sehr extreme Art Flucht aus dem Alltag.&lt;br /&gt;Eine weitere Art und Weise junger Japaner ihrem every-day-life zu entfliehen, ist der Lolita-Kult bzw. der Gothic-Lolta-Kult. Während Hikikomori sich in keinster Weise um Geschlecht und Alter kümmert, ist der Lolita-Kult nur unter jungen Japanerinnen zu finden.&lt;br /&gt;Der Ursprung des Kultes ist in der Musik zu suchen.&lt;br /&gt;Genauer gesagt: Visual Kei oder Visual Rock, japanischer Heavy Metal mit Gothic-Einflüssen, die allerdings mit europäischem oder amerikanischem Goth nicht zu vergleichen sind.&lt;br /&gt;Und das Wort "Visual" sagt es schon: es geht auch um Äußerlichkeiten, um das optische Auftreten.&lt;br /&gt;Junge Japanerinnen, die dieser Musik zugeneigt sind, kleiden sich wie Lolitas, also wie süße kleine Mädchen, die keiner Fliege was zu Leide tun können, allerdings mit einem Touch sexy Verruchtheit.&lt;br /&gt;Und genau das ist auch der Zweck der "Verkleidung". Sie wollen zugleich sexuell anziehend und unschuldig wirken.&lt;br /&gt;Sie wollen auch ihre Idolen gleichen oder sie kopieren, um sich mit ihnen identifizieren zu können.&lt;br /&gt;Ein anderer Zweck ist - wie immer bei derlei Dingen - der Zugehörigkeits- und Wiedererkennungswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Flucht aus dem Alltag hat das dahingehend zu tun, weil diese Mädchen sich nicht immer so kleiden. Nur wenn sie ihresgleichen treffen und auf Konzerte gehen.&lt;br /&gt;Sie verkleiden sich und können so sein, wie sie es wollen, nicht so wie ihre Eltern, Lehrer und der Rest der Gesellschaft sie gerne hätten.&lt;br /&gt;Auch der Idolcharakter des Kultes ist meines Erachtens Zeichen dafür, dass diese Mädchen fliehen. Sie suchen ihre Vorbilder in unerreichbaren Sphären, und verneinen Greifbares als Vorbildfunktion. Vielleicht deshalb, weil sie Angst vor dem Scheitern haben, weil sie die Rockstars in Wissen anhimmeln, dass sie so niemals sein werden, aber der Traum ist real genug. Bei Vorbildern aus der realen Umgebung gibt es auch reales Scheitern mit dem Hintergedanken es hätte doch auch klappen können...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Japan ist es schon lange "Tradition" sich hinter Mode und Verkleidung zu verstecken, das ganze nennt sich "Costume Play" oder kurz "Cosplay".&lt;br /&gt;"Gothic Lolita" ist nur einer von vielen Ästen, die aus dieser Wurzel gewachsen sind.&lt;br /&gt;Der Lolita-Kult mag eventuelle auch darin begründet liegen, dass es in Japan schon immer etwas seltsam anmutende Vorlieben und Fetische gibt. So zum Beispiel stehen ältere Männer sehr auf junge Mädchen (wobei das nicht nur in Japan zu beobachten ist), dies auszureizen, so zu provozieren, dient den Mächen dazu, sich mächtig fühlen zu können.&lt;br /&gt;Sie fühlen sich besonders, irgendwie ganz speziell, endlich mal anders als die anderen. Sie stechen aus der grauen Masse heraus und erregen Aufsehen.&lt;br /&gt;Dass sie sich dafür wie kleine Mädchen verkleiden, verstärkt nur den Eindruck, dass sie einfach nicht erwachsen werden wollen und sich auch genau so verhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal die japanische Jugend und der japanische Markt dankbare Abnehmer jeglicher Trends und Hypes sind. Sobald es was neues Aufsehen erregendes gibt, wollen alle mitmachen und der Markt liefert das für nötig gehaltene Material.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun, die Japaner - und hier vornehmlich die Jugendlichen - scheinen sehr anfällig für Trends jeder Art zu sein, die Frage ist nur, ob sie sich da überhaupt von Jugendlichen anderer Länder so sehr unterscheiden. Wahrscheinlich ist der einzige Unterschied das wie, nicht das was...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.morbidoutlook.com/fashion/articles/2002_07_gothiclolita.html"&gt;http://www.morbidoutlook.com/fashion/articles/2002_07_gothiclolita.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://geocities.com/goth501/Lothought/thought.htm"&gt;http://geocities.com/goth501/Lothought/thought.htm&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bilder werden nachgereicht, wenn ich es endlich mal schaffe, den normalen Weg zu umgehen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-115393863514783273?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/115393863514783273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=115393863514783273' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115393863514783273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115393863514783273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/07/alle-wege-fhren.html' title='Alle Wege führen...'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-115246498371163776</id><published>2006-07-09T17:28:00.000+01:00</published><updated>2006-07-29T17:01:54.513+01:00</updated><title type='text'>Jugend in Japan</title><content type='html'>In den Augen eines europäischen Teenagers muss die Vorstellung des Lebens eines japanischen Jugendlichen Horrorvisionen auslösen. Denn das Leben japanischer Kinder und Jugendlicher ist ausnahmslos von Schule und Leistungsdruck dominiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/sch??ler.1.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/320/sch%3F%3Fler.1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; Sie leben für die Schule und den Sport und selbst die Freizeit wird davon durchzogen, denn alle Freizeitbeschäftigungen werden von Schulen organisiert. Die Gruppen, zu denen die Jugendlichen sich zugehörig finden, bilden sich in der Schule.&lt;br /&gt;Doch wie auch die Zugehörigkeit zur Familie sehr streng gehandhabt wird, so ist auch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe mehr als verpflichtend. Man kann nicht einfach mal bei der einen und mal bei der anderen vorbei schauen – wer zur Gruppe gehört, ist strikt eingebunden und hat nicht „fremdzugehen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/student.0.jpg"&gt;&lt;img style="CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/320/student.0.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So streng und konservativ das alles klingt, was Sexualität (vor allem vor der Ehe) und dergleichen betrifft, sind japanische Eltern sehr liberal. Doch auch hier gibt es einen Haken: es wird nicht darüber gesprochen. Das heißt, die Jugendlichen haben keinen Ansprechpartner, wenn es Probleme gibt. Die eigenen Freunde sind genau so unerfahren und weder Eltern noch Lehrer reden mit den Kindern über Tabuthemen.&lt;br /&gt;So ist man auf die eigene Vorstellung und Phantasie angewiesen, hat aber keinen Referenten in der Realität, es bleibt Vorstellung und kann sich kaum als richtig oder falsch beweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Schule jedoch fällt all dies komplett weg. Kein Druck mehr, weder von den Eltern, noch von der Schule noch sonst wo her. Die jungen Japaner fallen in ein riesiges Loch und nur wenige landen auf beiden Beinen.&lt;br /&gt;Manche drehen in dieser Zeit total durch, nutzen die neu gewonnene Freiheit mehr als ihnen gut tut. Andere jedoch ziehen sich in sich selbst zurück und finden den Weg nach draußen nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&gt;&gt; "Es wäre doch netter, wenn wir uns sehen könnten. Willst Du nicht raus kommen und mit mir reden?" Mit stoischer Geduld sitzt Takayoshi Noda vor der verschlossenen Zimmertür. Von drinnen: nichts als Schweigen. Noda ist Sozialarbeiter und seine Schützlinge sind die Hikikomori - Japans verschwundene Jugend. &lt;&lt; (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2124162,00.html) „Hikikomori“ heißt ein Phänomen, das schon bei jüngsten Schülern und eben frisch gebackenen Absolventen beobachtet wird. Aufgrund des Leistungsdruckes verziehen die Hikikomori sich in ihre Zimmer, schließen sich dort ein und kommen oftmals monate- oder gar jahrelang nicht heraus. Der Weg dahin ist einfacher als man denkt: es ganz banal mit Prüfungsangst beginnen, allgemein Angst zu versagen, Angst Opfer von „Ijime“ (Mobbing in Japan) zu werden und so weiter. Die Ursachen sind zahlreich. Diese Menschen suchen eine Sicherheit, die sie innerhalb der eigenen vier Wände glauben finden zu können und die ihnen leider kein anderer Mensch geben kann. Für Sozialarbeiter und Pädagogen ist Hikikomori noch Neuland. Doch Erfolge sind schon zu verzeichnen, wenn auch Gegenmaßnahmen nur zögerlich unternommen werden, meist stehen Eltern und Verwandte ratlos gegenüber einem unbegreifbaren Phänomen. Allerdings ist es nicht damit getan, diese armen Menschen bloß aus ihrer Isolation heraus zu holen. Der lange Ausschluss von der Gesellschaft geht an niemandem spurlos vorüber. Die meisten sind depressiv oder aggressiv, manche gar beides. Jedenfalls bedürfen die Hikikomori psychischer und sozialer Unterstützung und sind allein kaum lebensfähig. Therapieansätze sind vor allem Gespräche und regelmäßige Abendessen in Restaurants. Die „Patienten“ müssen sich erst wieder an Menschen und Gesellschaft gewöhnen, was offensichtlich gar nicht so einfach ist. Abgesehen davon, dass die Hikikomori sich selbst von der Gesellschaft abgrenzen, wird ihr Krankheitsbild in der Gesellschaft nicht akzeptiert und als Tabuthema gehandelt: „Einen Hikikomori in der Familie zu haben ist in Japan mit einem starken Stigma behaftet, und die Angst vor einer öffentlichen Demütigung kann übersteigerte Ausmaße annehmen. Die meisten Eltern warten einfach ab, ob sich ihr Kind wieder von alleine der Gesellschaft annähert. Falls sie überhaupt aus eigenem Antrieb Schritte einleiten, können zuvor lange Zeitspannen vergehen. Auch die traditionell enge Mutter-Kind-Beziehung trägt zu einer Verschleppung der Behandlung bei.“ (&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz widersprüchlich dazu folgendes Zitat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Allerdings ist in Japan die Familie immer noch ein Ort, an dem man sich gehen lassen, vom anstrengenden öffentlichen Alltag erholen kann. Die Familie schenkt jedem einzelnen Mitglied Halt und Sicherheit.“ (&lt;a href="http://home.arcor.de/HinagikusPage/japan5.html"&gt;http://home.arcor.de/HinagikusPage/japan5.html&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch Japan wird nicht umsonst das Land der Widersprüche und Extreme genannt.&lt;br /&gt;Denn ist es nicht auch widersprüchlich, dass auf den Kindern extremer schulischer Leistungsdruck lastet, sie aber sobald die Schule beendet ist, im Prinzip machen können, was sie wollen?&lt;br /&gt;Und ist es nicht genau so widersprüchlich, dass japanische Frauen reifen Alters total auf Puppenmode und Kleinkindaussehen abfahren und sich auch entsprechend verhalten? Je niedlicher, desto besser…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2124162,00.html"&gt;http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2124162,00.html&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Hikikomori&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Informationen zur politischen Bildung, 2. Quartal 1997 Heft 255&lt;br /&gt;Herausgeber: Bundeszentrale für politische Bildung (&lt;a href="http://www.bpb.de"&gt;www.bpb.de&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bilder:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.japan-photo.de/D-SCHUE01.jpg"&gt;http://www.japan-photo.de/D-SCHUE01.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.japan-photo.de/D-TEEN24.jpg"&gt;http://www.japan-photo.de/D-TEEN24.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.japan-photo.de/D-SCHUE04.jpg"&gt;http://www.japan-photo.de/D-SCHUE04.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.japan-photo.de/D-SCHUE25.jpg"&gt;http://www.japan-photo.de/D-SCHUE25.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.japan-photo.de/D-SCHUE28.jpg"&gt;http://www.japan-photo.de/D-SCHUE28.jpg&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-115246498371163776?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/115246498371163776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=115246498371163776' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115246498371163776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115246498371163776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/07/jugend-in-japan.html' title='Jugend in Japan'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-115071772311362951</id><published>2006-06-19T12:47:00.000+01:00</published><updated>2006-06-29T09:40:15.416+01:00</updated><title type='text'>Mord am Fujiyama</title><content type='html'>„Jedes Jahr Anfang Januar findet in der malerisch gelegenen Villa von Yohei ‚Großvater’ Wada am Fuß des schneebedeckten Fujiyamas das Familientreffen der schwerreichen Wadas statt. Außer den engsten Familienmitgliedern ist diesmal auch die amerikanische Studentin Jane Prescott anwesend. Jane gibt der 22-jährigen Chiyo, Yoheis Großnichte, Nachhilfe in Englisch und soll ihr über die Neujahrsferien bei der Diplomarbeit helfen. Neugierig auf die Traditionen und Gepflogenheiten einer angesehenen japanischen Familie hat Jane zugesagt.&lt;br /&gt;Doch bald wird das Familienfest jäh gestört: Während einer abendlichen Teestunde zerreißt ein Schrei die beschauliche Stille und Chiyo stürzt mit blutverschmierten Kleidern und Händen in den Raum. Völlig aufgelöst behauptet sie, Yohei erstochen zu haben – aus Notwehr, denn der alte Mann habe versucht sie zu vergewaltigen. Sofort greift der Mechanismus des Familienschutzes. Auf höchst raffinierte Weise werden falsche Spuren gelegt, die auf einen Raubmord hindeuten sollen. Jane glaubt jedoch nicht recht an Chiyos Schuld, stellt heimlich eigene Ermittlungen an. Und während die Polizei scheinbar zufällig doch noch auf Hinweise stößt, die ganz eindeutig Chiyo belasten, fragt sich Jane, wer ihre junge Schülerin als Schuldige sehen will und was wirklich an jenem Abend passiert ist…“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So der Klappentext von „Mord am Fujiyama“, ein Kriminalroman der japanischen Autorin Shizuko Natsuki.&lt;br /&gt;Ich bin beim dritten Kapitel, der Mord ist gerade geschehen, die ersten Schritte sind unternommen, um Chiyo zu schützen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Allerdings ist in Japan die Familie immer noch ein Ort, an dem man sich gehen lassen, vom anstrengenden öffentlichen Alltag erholen kann. Die Familie schenkt jedem einzelnen Mitglied Halt und Sicherheit.“ (&lt;a href="http://home.arcor.de/HinagikusPage/japan5.html"&gt;http://home.arcor.de/HinagikusPage/japan5.html&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist das doch auch in Deutschland, würden die meisten sagen.&lt;br /&gt;Doch bedeutet Familie in Deutschland dasselbe wie in Japan?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich von meiner Familie spreche, meine ich meine Eltern, meine zwei Geschwister und mich: zwei Generationen.&lt;br /&gt;In Japan hingegen besteht die Familie aus mehr als nur zwei Generationen. Die Großeltern nehmen einen sehr wichtigen Platz in der japanischen Familienhierarchie ein, vor allem der Großvater.&lt;br /&gt;Von ihm geht alles aus, er ist das Oberhaupt.&lt;br /&gt;Das liegt zum einen darin begründet, dass männliche Nachkommen einer Familie sowieso eine Vorzugsstellung genießen, schließlich sorgen sie für den Erhalt der Ahnenreihe.&lt;br /&gt;Zum anderen herrscht in Japan ein ganz anderes Verständnis von Alter als in Deutschland.&lt;br /&gt;Während der gemeine Deutsche den Rentner als Belastung seines ohnehin schon leeren Geldbeutels sieht, wird der japanische Greis als Inbegriff der Weisheit angesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob Shizuko Natsuki diesem Bild gerecht wird, kann man nur teilweise feststellen, da der Großvater schon im zweiten Kapitel sterben muss.&lt;br /&gt;Doch immerhin bekommt man noch mit, dass er die Verantwortung dafür trägt, mit wem die weiblichen Mitglieder der Familie (um genau zu sein Chiyo) verheiratet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„ ‚Worüber wollte Großvater mit dir sprechen?’ […] ‚Hauptsächlich ging es darum, dass wir uns langsam Gedanken machen müssten, wen ich heiraten würde wenn ich das Examen hinter mir habe’ “ (Natsuki 1991: 36)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer heutigen europäischen Familie undenkbar, selbst Sprösslinge eines Königshauses heiraten heutzutage aus Liebe, nicht mehr nur aus politischem Kalkül.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie sieht es bei Murakami mit der Familie aus?&lt;br /&gt;Auf den ersten Blick könnte man sagen, Murakamis Romane vernachlässigen das traditionelle Familienbild Japans.&lt;br /&gt;Doch in ‚Mr. Aufziehvogel’ gibt es sehr wohl einige wenige Hinweise darauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herr Honda ist das Beispiel für einen alten, ehrwürdigen Mann, dem viel Weisheit nachgesagt wird. Toru und Kumiko Okada verkörpern in Beziehung zu ihm den modernen Japaner, der an so etwas nur noch bedingt glaubt, es aber nicht mehr als selbstverständlich und unabänderlich wahr annimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noboru Wataya thematisiert die nach Geschlecht und Alter aufgebaute Hierarchie japanischer Familien. Als großer Bruder ist er die rechte Hand des Vaters und hat mehr Sagen als die eigene Mutter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegenbeispiel ist May Kasahara. Sie macht was sie will, ihre Eltern scheinen für sie gar nicht zu existieren. Zumal in Japan die Bildung der Nachkommen das erste und einzige Gut ist, und mit einer fast unnatürlichen Gewissenhaftigkeit betrieben wird. May Kasahara aber hat die Schule geschmissen und sonnt sich lieber in knappen Bikinis auf dem Liegestuhl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Zimt und Muskat kann man als gegenteiliges Beispiel betrachten. Wenn überhaupt, ist eine Hierarchie nur mit der Mutter an der Spitze zu erkennen. Doch eher noch befinden beide sich in einem Einklang der Gleichberechtigung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen Aspekt er Familie – Hierarchisierung nach Geschlecht und Alter – findet man in europäischen Familien nur noch rudimentär.&lt;br /&gt;Abgesehen davon, dass es heute unglaublich viele allein erziehende Mütter gibt, die keine andere Wahl haben als für die Familie zu sorgen, Geld zu verdienen und alles zusammen zu halten, ist die Rolle des Mannes in intakten Familien als Oberhaupt und ‚Familienvorstand’ in den Hintergrund geraten.&lt;br /&gt;Frauen verdienen ebenso ihr Geld wie ihre Männer es tun. Die Kinder sind oftmals eher auf die Mutter ausgerichtet, ihr wird nicht einfach nur die Erziehung ‚überlassen’, sie stellt meist die erste Bezugsperson für ein Kind dar.&lt;br /&gt;Auch der älteste Sohn musste sein Stellung an der Seite des Vaters einbüßen. In manchen Familien mag die Vorzugsstellung des Sohnes noch subtil vorhanden sein, doch allgemein betrachtet herrscht eine Ausgewogenheit der Geschlechter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht Alter und Geschlecht sind länger der Maßstab. Der Mensch an sich, sein Charakter, seine Persönlichkeit sind in den Vordergrund getreten.&lt;br /&gt;Selbst im modernen Japan vollzieht sich ein Wandel in diese Richtung, allerdings ist der Hierarchisierungsgedanke dort noch so sehr verwurzelt, dass es noch nicht ganz so einfach ist, wie in Europa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Buch:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natsuki, S. (1991): Mord am Fujiyama.&lt;br /&gt;Wilhelm Goldmann Verlag, München.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.uchiyama.nl/Images/keizerfam2.jpg"&gt;http://www.uchiyama.nl/Images/keizerfam2.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.wdr.de/themen/panorama/15/sinterklaas/_img/familie_400q.jpg"&gt;http://www.wdr.de/themen/panorama/15/sinterklaas/_img/familie_400q.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/142_45868_rs_31420.jpg"&gt;http://www.randomhouse.de/content/edition/covervoila/142_45868_rs_31420.jpg&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-115071772311362951?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/115071772311362951/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=115071772311362951' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115071772311362951'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115071772311362951'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/06/mord-am-fujiyama.html' title='Mord am Fujiyama'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-115014868945685975</id><published>2006-06-12T22:44:00.000+01:00</published><updated>2006-06-15T11:21:46.763+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>Ein friedliches Dorf in Japan. Kinder spielen auf dem Platz, Bauern bestellen ihre Felder und alles scheint in bester Ordnung.&lt;br /&gt;Mit einem Mal kommt Bewegung in den angrenzenden Wald. Ein offensichtlich riesiges Etwas bewegt sich rasend schnell auf die Idylle zu.&lt;br /&gt;Je näher es kommt, desto größer und bedrohlicher wirkt es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich bricht es zwischen den Bäumen hervor.&lt;br /&gt;Ein riesenhaftes Wesen, dass nur aus schleimigen, schwarz-roten Würmern und glühend roten Augen besteht, rast auf das Dorf zu. Auf seinem zerstörerischen Weg durch die Wiesen, wo es eine schwarze, verkohlte Spur hinterlässt, verändert das Monster mehrmals seine Form. Vom Käfer zur Spinne zum Wildschwein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Prinz Ashitaka springt wagemutig auf seinen roten Elch Yakul und reitet dem Monster entgegen. Es gelingt ihm einen Pfeil direkt in eines der unheimlichen roten Augen zu schießen und somit das Monster zu Boden zu bringen und seine Schwester und die restlichen Dorfbewohner zu retten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch der Kampf hat seine Spuren hinterlassen. Für einen kurzen Moment hatten die blutegelartigen Würmer Ashitakas Arm umwunden. An dieser Stelle ist nun ein schwarz-rotes Mal.&lt;br /&gt;Noch geht es ihm gut, doch Ashitaka wird sterben, wenn er nicht das findet und tötet, was den Dämon zu einem solchen gemacht hat.&lt;br /&gt;Und so beginnt seine Reise in den großen, magischen Wald. Zu Wölfen, Wildschweinen, Dämonen, Waldgeistern und dem „forest spirit“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine spannende, dramatische und seltsam magische Geschichte in der viel Blut fließt und viele übernatürliche Dinge vor sich gehen.&lt;br /&gt;Es ist die Geschichte vom immer wieder thematisierten Kampf zwischen Menschheit und Natur, zwischen Normalsterblichem und Übermenschlichem, zwischen Liebe und Hass.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht um etwas Fremdes, dass in eine alte Ordnung eintritt und sie zum Bösen wendet. Hier durch eine Kugel dargestellt, die ein Wildschwein des im großen Wald ansässigen Wildschweinstammes zu dem schwarz-roten Blutegel-Dämon werden ließ.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier drängt sich der Zusammenhang zu den von Jörg Buttgereit vorgestellten Filmen förmlich auf. In den Trailern konnte man mehr als einmal sehen, dass Godzilla – in welcher Form auch immer – nicht einfach ein Monster ist, das auf einmal da war. Nein, er erscheint aufgrund menschlichen Fehlverhaltens.&lt;br /&gt;Sei es das Abgas- bzw. Müllmonster, oder in Anspielung auf Frankenstein vom Menschen selbst erschaffene Kreaturen, oder aber die Mutation eines eigentlich harmlosen Wesens durch menschliches Einwirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Murakami?&lt;br /&gt;Auch hier findet man Verbindungen, wenn auch wesentlich weniger offensichtliche.&lt;br /&gt;In „Wilde Schafsjagd“ gibt es den im Inneren ausgetragenen Kampf zwischen dem Schaf mit dem Stern auf dem Rücken und nacheinander drei Männern, bis einer es schließlich besiegen kann.&lt;br /&gt;Hier siegt das Normalsterbliche über das Übernatürliche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in „Mr. Aufziehvogel“ gibt es Übernatürliches und Dämonisches. Es ist dieses Etwas, das z.B. in Kreta Kano haust.&lt;br /&gt;Und es sind diese Übergänge Toru Okadas in eine andere Welt, in die Traumwelt, die aber doch sehr real scheint.&lt;br /&gt;Und es ist in gewisser Weise auch Boris der Menschenschinder, der getreu seinem Namen die unmenschlichsten, zum Tode führenden Foltermethoden an ihm im Wege stehenden Menschen ausführen lässt.&lt;br /&gt;Es ist auf jeden Fall Noboru Wataya: er bringt alles durcheinenander. Das Leben der Okadas, das Leben Kreta Kanos und auch das seines Sekretärs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sehr ich beim Lesen der Bücher auch erst dachte, die Geschichten könnten genau so gut in jedwedem europäischen Land oder in den USA spielen, so sehr würde ich das nun verneinen.&lt;br /&gt;Indem die Erzählungen in Japan angesiedelt sind, kann ich den Inhalt und die Vorkommnisse als selbstverständlich hinnehmen, weil derlei Dinge einfach in der japanischen Kultur verankert sind. Übernatürliches, Dämonisches, Magisches und immer wieder die Verarbeitung des Atombombentraumas.&lt;br /&gt;In einem anderen als einem japanischen Plot würde eine solche Thematik eher lächerlich wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Murakami passt es ganz einfach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich ganz offensichtlich keine Bilder mehr hochladen kann, stell ich einfach nur die links rein:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://ia.imdb.com/media/imdb/01/I/15/75/43m.jpg"&gt;http://ia.imdb.com/media/imdb/01/I/15/75/43m.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://images.google.de/images?q=tbn:_7NPkPh3fvE1pM:www.maiken2051.com/images/cropped/Forest%2520Spirit.jpg"&gt;http://images.google.de/images?q=tbn:_7NPkPh3fvE1pM:www.maiken2051.com/images/cropped/Forest%2520Spirit.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://images.google.de/images?q=tbn:xFJkcL4dTHVRSM:retro-park.de/mononoke/pics/11.jpg"&gt;http://images.google.de/images?q=tbn:xFJkcL4dTHVRSM:retro-park.de/mononoke/pics/11.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://images.google.de/images?q=tbn:12sSywzqPqX07M:www.stomptokyo.com/img-m2/son-godzilla-e.jpg"&gt;http://images.google.de/images?q=tbn:12sSywzqPqX07M:www.stomptokyo.com/img-m2/son-godzilla-e.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://images.google.de/images?q=tbn:4kZWNYWyCGc6pM:www.otsue.jp/images/gallery/shamisen.jpg"&gt;http://images.google.de/images?q=tbn:4kZWNYWyCGc6pM:www.otsue.jp/images/gallery/shamisen.jpg&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-115014868945685975?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/115014868945685975/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=115014868945685975' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115014868945685975'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/115014868945685975'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/06/ein-friedliches-dorf-in-japan.html' title=''/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-114951088878965608</id><published>2006-06-05T13:32:00.000+01:00</published><updated>2006-06-12T22:43:37.356+01:00</updated><title type='text'>Von Katzen, Fischen und Freiseelen</title><content type='html'>Katzen sind Kult. In Europa und in Japan.&lt;br /&gt;In meiner Familie und in Murakamis Romanen.&lt;br /&gt;Doch dieser Kult wird überall anders praktiziert.&lt;br /&gt;Murakamis Katzen heißen wie Fische: Oktopus oder Bückling. Sie haben abgeknickte Schwanzspitzen und haben für ihre Besitzer mehr Bedeutung als einfach nur „Haustier“.&lt;br /&gt;Klar, mein Kater, der eigentlich Toulouse heißt, den ich so aber nie nenne, ist für mich auch mehr als nur ein Haustier. Aber er bedeutet für mich etwas anderes als der Kater Noboru Wataya, der spätere Oktopus, für Kumiko und Toru Okada. Oder aber Bückling für den Protagonisten aus „Wilde Schafsjagd“.&lt;br /&gt;Mein Katerle ist sowas wie ein Kumpel für mich, bleibt dabei aber immer noch Kater. Wenn ich genug von ihm hab, setz ich ihn einfach vor die Tür.&lt;br /&gt;Das würde Murakamis Figuren wahrscheinlich niemals auch nur entferntesten einfallen. Deren Kater sind  Verwandte, mit ihnen verbundene Seelen.&lt;br /&gt;Wie sonst lässt sich erklären, dass mit Kater Noboru Watayas Verschwinden etwas in Kumiko ausgelöst wird, warum sonst sollte sie so sehr darauf beharren, ihn wiederzufinden?&lt;br /&gt;Warum sonst instruiert der namenslose, junge Mann aus „Wilde Schafsjagd“ einen eigentlich völlig fremden Menschen derart detailliert, wie er während seiner Abwesenheit den altersschwachen Kater zu umsorgen hat?&lt;br /&gt;Diese Kater sind Teil der Menschen, ohne ihre Kater fehlt ihnen etwas ganz Bedeutendes, aber im Prinzip Unbenennbares.&lt;br /&gt;Aber dieses Etwas sind sie nicht von Anfang an, sie werden erst dazu. Dafür spricht auch die Tatsache, dass beide Kater anfangs keine Namen haben und schlicht 'Kater' genannt werden. Im Laufe der Romane entwickeln sie Persönlichkeit (eher in Aufziehvogel als in Schafsjagd), gewinnen an Bedeutung und: bekommen einen Namen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als mein erster Kater starb war ich sehr traurig. Doch nach schon sehr kurzer Zeit konnte ich darüber nachdenken, mir einen neuen Kater zuzulegen. Das ist wohl auch so ein Unterschied: ich lege mir einen Kater zu, wie ich mir eine neue Hose kaufe, oder die Milch, die ich für den Kaffee brauche. Murakamis Kater werden in bedeutsamen, unvergesslichen Momenten gefunden und liebevoll aufgenommen. Als wären sie das Ergebnis einer langen Suche nach Etwas, das die Suchenden selbst noch nicht kennen – eine zweite Seele?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-114951088878965608?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/114951088878965608/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=114951088878965608' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114951088878965608'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114951088878965608'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/06/von-katzen-fischen-und-freiseelen.html' title='Von Katzen, Fischen und Freiseelen'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-114882936025188978</id><published>2006-05-28T16:15:00.000+01:00</published><updated>2006-06-04T20:44:37.840+01:00</updated><title type='text'>Vergangenheit wird leise zu Gegenwart</title><content type='html'>Ein seltsames Gefühl. Als ob sich alles wiederholte. Alles, was schon einmal war.&lt;br /&gt;Gerade so, als sei man in einem Gestern in einen tiefen, an Bewusstlosigkeit grenzenden Schlaf gefallen und in einem Heute wieder erwacht. Da sind andere Menschen, aber sie machen die gleichen Dinge, sagen die gleichen Sätze, haben die gleichen Ziele.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So oder so ähnlich muss sich Toru Okada fühlen. Denn alles was er erlebt, was er sieht, hört und macht, ist schon einmal passiert. Nicht ihm und auch nicht absolut kongruent, doch Parallelen sind nicht zu leugnen.&lt;br /&gt;Daher muss er weit in die Vergangenheit reisen um begreifen zu können, was gerade mit ihm und um ihn geschieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ist dieses Haus, das mit dem Aufziehvogel. Der Aufziehvogel, der jeden Tag auf ein Neues aufzieht und genauso plötzlich verstummt, wie Kumiko verschwindet.&lt;br /&gt;Und schon ist Toru Okada mitten in der Vergangenheit, er weiß es nur noch nicht.&lt;br /&gt;Denn der Aufziehvogel hat auch schon für andere geschnarrt. Für Zimt zum Beispiel oder für den jungen japanischen Soldaten, der später in einem Bergwerk von einem Aufseher mit der Schaufel erschlagen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da ist der Brunnen bei diesem Haus. Er führt schon lange kein Wasser mehr, wie auch schon lange niemand mehr in dem Haus wohnt. Doch selbst wasserlos wird der Brunnen zur Oase, zu einem spirituellen Ort. Erst für Leutnant Mamiya und Jahrzehnte später für Toru Okada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gibt es auch dieses Mal. Blauschwarz leuchtet es auf der Wange von Muskats Vater. Wieder sind es Jahrzehnte, die dieses Mal von jenem auf Toru Okadas Wange trennen. Doch dazwischen ist Muskat. Eine Frau, die eine Gabe besitzt. Sie kann das „Etwas“ in Menschen fühlen und es besänftigen. Toru Okada kann das auch - seit er das Mal besitzt.&lt;br /&gt;Zur Erholung steigt er in den Brunnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch den meisten anderen Figuren des Romans muss dieses Gefühl nur allzu bekannt sein.&lt;br /&gt;Dieses Wiederaufleben der Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die die Gegenwart, ja selbst die Zukunft zu überrennen vermag.&lt;br /&gt;Kumiko verschwindet plötzlich, der Grund dafür liegt weit in der Vergangenheit. Sie dachte dieses Etwas loswerden zu können, ihm davon rennen zu können, indem sie Toru Okada liebt und heiratet. Indem sie mit ihm ein ganz normales Leben führt, fernab von allem, was damals war.&lt;br /&gt;Doch Geschehenes holt sie ein und entreißt ihr die Kontrolle über ihr Leben. Doch auch als das überwunden scheint – mit Hilfe Torus und seiner bewusstlosen, übernatürlichen Fähigkeiten – ist es nicht vorbei. Denn es gibt keine gemeinsame Zukunft für Kumiko und Toru.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Toru Okada verkörpert Muskats Vergangenheit gleich mehrfach: er besitzt die gleiche Gabe wie sie und sein Gesicht ist durch das gleiche Mal gezeichnet, wie das Gesicht ihres Vaters.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noboru Wataya ist der Schlüssel. Zu allem.&lt;br /&gt;Die gegenwärtige Geschichte nimmt ihren Lauf als der nach Noboru Wataya benannte Kater verschwindet. Und sie endet dann, wenn der echte Noboru Wataya stirbt.&lt;br /&gt;Noboru Wataya macht die Menschen um sich herum zu dem, was sie sind. Kreta Kano, Kumiko, die gemeinsame jüngere Schwester, Toru Okada. Sogar die Menschen in Toru Okadas bewusstlosen Träumen sind von Noboru Wataya beherrscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich ist es auch ein Traum Toru Okadas, der Noboru Wataya auf geheimnisvolle Weise ein Ende setzt. Und zugleich allem anderen. Seine wie auch immer geartete Beziehung zu Zimt und Muskat, Kreta und Malta, seine Leben mit und ohne Kumiko.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur May Kasahara bleibt. Sie übersteht alles, ist immer gegenwärtig, auch wenn sie weit weg ist. Sie ist nur ein junges, verwirrtes Mädchen, das nicht weiß wohin mit sich, und schon gar nicht warum.&lt;br /&gt;Aber sie hilft Toru Okada auf eine verquere und oftmals ganz und gar nicht nachvollziehbare Art und Weise. Sie und der zurückgekehrte Kater, der jetzt Oktopus heißt, sind die einzigen Konstanten, die Toru Okada in all dem turbulenten Chaos noch bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So könnte man ewig weiter vergleichen, vor- und zurückgreifen, Parallelen erstellen, noch auf die anderen Bücher Murakamis eingehen.&lt;br /&gt;Man könnte versuchen all diese verschlungenen Linien auseinander zu zerren um ein Ergebnis, eine Lösung zu erreichen.&lt;br /&gt;Doch es gibt keine Lösung. Murakami selbst lässt seinen Roman irgendwie unvollendet. Alles spitzt sich immer weiter zu, die Spannung steigt dramatisch, wenn auch eher subtil als offensichtlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann ist das Buch einfach zu Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.imipolex-g.de/images/aufziehvogel.jpg"&gt;http://www.imipolex-g.de/images/aufziehvogel.jpg&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-114882936025188978?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/114882936025188978/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=114882936025188978' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114882936025188978'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114882936025188978'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/05/vergangenheit-wird-leise-zu-gegenwart.html' title='Vergangenheit wird leise zu Gegenwart'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-114802524601904480</id><published>2006-05-19T08:52:00.000+01:00</published><updated>2006-05-22T21:18:39.166+01:00</updated><title type='text'>Das Land des Lächelns</title><content type='html'>Am Wochenende war ich auf Heimatbesuch und meine Schwester, die Buchhändlerin ist, brachte mir einige Bücher über Japan zur Ansicht mit.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/iwanowski%20japan.0.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/200/iwanowski%20japan.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Eines davon - es nennt sich Reiseführer, ist meines Erachtens aber eher eine Einführung in die japanische Kultur und Gesellschaft - hat es mir dann doch sehr angetan, der Preis hingegen so gar nicht.&lt;br /&gt;Also hab ich es meiner Schwester wieder mitgegeben, nicht jedoch ohne den halben Sonntag darin herumzublättern und mir natürlich die notwendigen Daten zu notieren, um es hier korrekt aufführen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ich so durch das Buch geblättert habe fiel mir immer wieder auf, dass von Lächeln und Lachen die Rede war.&lt;br /&gt;In Japan wird nicht gelächelt oder gelacht. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit und schon gar nicht, wenn Ausländer zugegen sind.&lt;br /&gt;Lachen ist ein Zeichen dafür, dass man sich nicht unter Kontrolle hat, und nichts, aber auch gar nichts ist in Japan wichtiger als die eigene Präsentation nach außen hin.&lt;br /&gt;Immer schön ernst und ruhig, bloß nicht auffallen.&lt;br /&gt;Ebendieser Ansatz wird auch in der Erziehung verfolgt. Der Reiseführer beschreibt hierfür eine Szene in einem Restaurant. Wenn die Kinder schlechte Manieren an den Tag legen, werden sie schlichtweg ignoriert. Aufmerksamkeit wird ihnen nur zuteil, wenn sie sich gut benehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/drei-affen.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/320/drei-affen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz im Gegenteil in unserer Kultur. Sind deutsche Kinder in der Öffentlichkeit laut und fallen auf, werden sie entweder ausgeschimpft oder mit Gummibärchen und Schokolade bestochen.&lt;br /&gt;Auch kann man auf europäischen Straßen tagtäglich die unterschiedlichsten Emotionen beobachten. Lachende Menschen jedglichen Alters, streitende, weinende, griesgrämige, wütenende, verunsicherte, gelangweilte, überglückliche, schelmische oder gestresste Gesichter. Sie sind überall anzutreffen, kaum einer versteckt seine Emotionen in der Wohnung.&lt;br /&gt;Japaner tun dies. Das eigene Innenleben geht niemanden was an, schon gar nicht den Passanten auf der Straße.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei geschäftlichen Meetings wird Lachen zu einem ernstzunehmenden, interkulturellen Problem: der Versuch die geschäftliche Atmosphäre scherzhaft aufzulockern, zieht bei Japaner nicht. Geschäft ist Geschäft. Da gibt es nichts zu lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle sei nochmals der Prof genannt, der sagte:&lt;br /&gt;"Japaner lachen über etwas anderes als wir."&lt;br /&gt;Auch das erklärt der Reiseführer in wenigen Worten.&lt;br /&gt;Japaner halten Wortwitze für das einzig Wahre. Sie sind schön einfach, jeder kann sie gleich kapieren und spontan (!) sind sie auch noch.&lt;br /&gt;Über einen langen Witz, dessen Pointe man nur durch nachdenken als lustig empfindet, lachen Japaner nicht. Lachen ist eine Freizeitbeschäftigung, da wollen sie nicht nachdenken müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar lachen auch wir über Wortwitze, aber ist es nicht eher angesehen, wenn man einen Witz mit Hintergedanekn bringt?&lt;br /&gt;Als Beispiel dafür ein Witz aus dem aktuellen Kinofilm "Das Leben der anderen":&lt;br /&gt;&gt;&gt;Erich Honecker steht frühmorgens in seinem Büro am Fenster und begrüßt die Sonne: "Hallo liebe Sonne"&lt;br /&gt;Diese grüßt zurück: "Guten Morgen lieber Erich"&lt;br /&gt;Mittags steht Honecker wieder am Fenster: "Schönen Mittag liebe Sonne", wieder antwortet sie: "Schönen Mittag lieber Erich!"&lt;br /&gt;Am Abend, die Sonne ist schon fast untergegangen, geht Honecker wieder ans Fenster: "Guten Abend liebe Sonne". Keine Antwort. Also nochmals "Guten Abend liebe Sonne", noch immer keine Antwort.&lt;br /&gt;Honecker versteht das nicht und sagt: "Also Sonne, ich hab dir doch gerade einen schönen Abend gewünscht!" Da antwortet die Sonne: "Du kannst mich mal, ich bin jetzt im Westen!"&lt;&lt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Nun, rein von der Thematik her mag dieser Witz nicht unbedingt angesehen sein, aber ich hoffe damit diesen kleinen aber feinen Unterschied zwischen uns und den Japanern deutlich machen zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber um dem Eindruck entgegen zu wirken, der hier entstehen könnte - Japaner seien Muffel, die nie lachen - sei gesagt, dass Japaner sehr gerne und auch sehr viel lachen. Nur eben nicht in der Öffentlichkeit und über anderes als wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Thomas, K./Haschke, B.(2005): Reisegast in Japan.&lt;br /&gt;Iwanowski´s Reisebuchverlag (4.Auflage).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.vaeternotruf.de/drei-affen.jpg"&gt;http://www.vaeternotruf.de/drei-affen.jpg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.iwanowski.de/images/titles/Gross/Japan_RG.jpg"&gt;http://www.iwanowski.de/images/titles/Gross/Japan_RG.jpg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-114802524601904480?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/114802524601904480/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=114802524601904480' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114802524601904480'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114802524601904480'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/05/das-land-des-lchelns.html' title='Das Land des Lächelns'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-114760519137224288</id><published>2006-05-14T11:45:00.000+01:00</published><updated>2006-05-22T15:17:31.110+01:00</updated><title type='text'>Shincha! Shincha! Shincha!</title><content type='html'>Nachdem ich in meinen ersten beiden Blogs eher so vor mich hin geschrieben habe, möchte ich jetzt endlich von dem was-mir-so-alles-zu-Japan-einfällt-Geplätscher absehen und über eine konkrete Sache schreiben.&lt;br /&gt;Und was läge für mich näher als über Tee zu schreiben? Schließlich verdiene ich mein Geld teeverkaufenderweise und mein Blog hört auf den gleichen Namen wie ein sehr hochwertiger japanischer Grüntee.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt genau zwei Teepflanzen: die thea/camellia assamica und die tanninärmere (Tannine sorgen für herben Geschmack) und daher für Grüntee genutzte thea/camellia sinensis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die frisch gepflückten Blätter werden nach der Ernte entweder geröstet oder gedämpft. Dieser Vorgang verhindert die Fermentation, die dem Schwarztee seinen ganz eigenen Charakter verleiht.&lt;br /&gt;In Japan wird der Tee traditionell qua Dampf erhitzt, in China ist Rösten (auf riesigen Woks) die übliche Vorgehensweise – darauf sind die unterschiedlichen Charaktereigenschaften der japanischen und chinesischen Grüntees zurückzuführen: japanischer Tee ist kräftig, grasig und heuig, wohingegen chinesischer Grüntee aromatischer, rauchig und etwas milder im Geschmack ist.&lt;br /&gt;Ist der Vorgang des Erhitzens abgeschlossen wird den Blättern (in Japan) in Heißluftröhren die Feuchtigkeit entzogen. Dadurch wird das Blatt geschmeidiger, denn nun folgen mehrere Roll- oder auch Knetvorgänge. Diese verleihen dem Tee sein tannennadelförmiges Aussehen und bewirken das Aufbrechen der Zellen (Fermentation setzt aber nicht ein, da ja erhitzt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Tamaryokucha zeichnet sich nun dadurch aus, dass der letzte Rollvorgang weggelassen wurde und die Pflanzen die letzten Wochen vor der Ernte mit Planen überdeckt wurde (Schatten- und Halbschattentees sind eine nur in Japan zu findende Spezialität). Das Beschatten des Tees bewahrt den Blättern einen höheren Theanin- und einen niedrigeren Catechingehalt. Da Catechin ein Tannin ist und Tannine, wie oben genannt für herben Geschmack sorgen, ist der Tamaryokucha lieblicher als z.B. ein gewöhnlicher Sencha einfacher Qualität.&lt;br /&gt;Durch das Weglassen des letzten Rollvorganges werden zusätzlich noch bestimmte Inhaltsstoffe erhalten, die für einen sehr aromatischen Geschmack sorgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daran erkennt man recht eindrücklichen welch hohen Stellenwert Tee in Japan besitzt. Von der fast liebevollen Art der Verarbeitung über die behutsame Zubereitung bis hin zur Euphorie, die ob der allerfrischesten Ernte ausbricht. Shincha!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/shincha.3.jpg"&gt;&lt;img style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; CURSOR: hand" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/200/shincha.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Shincha wird in Japan fast wie ein Heiligtum verehrt. Schließlich bedeutet es den Beginn des Verkaufes der frischen Grüntee-Ernte. Die allererste des Jahres!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon zu nachtschlafender Zeit werden die Teeverkäufer mit gigantischen Massen an Shincha beliefert, denn mit dieser ersten Pflückung im Jahr machen sie das Hauptgeschäft. Und je früher man an den Tee rankommt, desto mehr Auswahlmöglichkeit hat man noch zwischen den verschiedenen Teegärten.&lt;br /&gt;Auf den Preis wird dabei kaum geachtet, es geht nur darum den allerbesten Tee zu ergattern – koste es was es wolle!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kaum öffnen die Geschäfte früh am Morgen, schallt es durch die Straßen: Shincha! Shincha! Shincha! Der neue Tee ist da!&lt;br /&gt;Es ist ein riesiges Fest, dem man sich kaum entziehen kann, da es ja auf den Straßen und in den Läden stattfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine solche Reaktion ist in Europa wohl kaum zu erwarten. Es würde doch als sehr komisch empfunden, wenn die Bewohner Münchens vor Freude durch die Straßen ihrer Stadt taumeln, nur weil eine neue Ladung frischgebrautes Bier auf den Markt kommt. Augustiner! Augustiner! Augustiner!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Quellen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Broschüre "Grüner Tee Weißer Tee" von TeeGschwendner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teeliste, Ausgabe 38, von TeeGschwendner&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://images.google.de/images?q=tbn:8-Ig9Q04DjfTGM:www.chamurietei.co.jp/shopping/image"&gt;http://images.google.de/images?q=tbn:8-Ig9Q04DjfTGM:www.chamurietei.co.jp/shopping/image&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-114760519137224288?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/114760519137224288/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=114760519137224288' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114760519137224288'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114760519137224288'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/05/shincha-shincha-shincha.html' title='Shincha! Shincha! Shincha!'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-114710180788716557</id><published>2006-05-08T16:13:00.000+01:00</published><updated>2006-05-08T16:24:18.420+01:00</updated><title type='text'>Japan ist überall</title><content type='html'>Japan ist überall…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Cyberfictions 2.0 am laufen ist, hab ich – ob ich wollte oder nicht – meine Antennen ausgefahren. Jene, die auf Japan und alles was damit zu tun hat, reagieren.&lt;br /&gt;Nicht eben erfolglos.&lt;br /&gt;Selbst wenn mir etwas in die Augen springt, das auf den ersten Blick so gar nichts mit Japan zu tun haben will, so ist es oft nicht allzu schwer, es irgendwie damit in Verbindung zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei jetzt.de finde ich einen Artikel über die japanische Version des Verliebens und die Vorliebe der Japaner für blutgruppenfreundliche Kondome.&lt;br /&gt;Jawohl: Japaner halten die Blutgruppe für ein relevantes Kriterium der Partnerwahl. Damit´s im Bett noch prickelnder wird (unter der Voraussetzung, dass man die passende Blutgruppe als Partner hat), wurden Kondome für die verschiedenen Blutgruppen entwickelt, die dann aber auch nur bei der jeweiligen ihren vollen Effekt entfalten können.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/297396"&gt;http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/297396&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stöbere ich meine Vorräte an Musik durch, stoße ich hier und da auf Lieder, die auf Japan bezogen sind. So covern zum Beispiel Incubus „Turning Japanese“ von The Vapors.&lt;br /&gt;Im Bereich der elektronischen Musik begegnet man sowieso ganz unweigerlich Japanern und japanisch anmutenden Namen (Kabuki, The Sushi Club, Hiroshima usw.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laufe ich durch die Straßen irgendeiner Stadt begegnen mir scharenweise junge Frauen mit schwarz gefärbten, glatten Haaren mit strengem Pony – was mich stark an die japanische Kopfmode erinnert.&lt;br /&gt;Auch die schrillbunten Klamotten, die gerne in unmöglichsten Kombinationen (sei es Farb- oder Musterzusammenstellung) getragen werden, lassen sich meines Erachtens mit der Mode Japans in Verbindung setzen.&lt;br /&gt;Allein schon „Hello Kitty“ und ähnliche auf Shirts und Taschen abgedruckte Mädchen mit großen, dunklen Kulleraugen sind Zeichen dafür.&lt;br /&gt;Junge Modemarken wie „Blutschwester“ lassen sich von japanischen Mangas inspirieren und creieren derartige Mode.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in der Uni lässt mich Japan nicht in Ruhe. Ein Prof war während der Semesterferien in Asien, der nächste sagt: „Japaner lachen über anderes als wir“ um einen Gedanken Foucault´s zu erläutern.&lt;br /&gt;Zumal mir seither noch mehr japanische Studenten auffallen als bisher…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;All diese Dinge sind ja nun mehr oder minder Aufzählungen, doch ich hoffe anhand mindestens einer dieser Anhaltspunkte eine Orientierung für meine Suche zu finden. Denn irgendwie treibe ich nur so ein bisschen auf der Oberfläche rum und weiß nicht wirklich, wie ich tiefer gehen soll…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst Haruki Murakami ist mir keine große Hilfe. Vor dem Kurs hatte ich zwar schon mal von diesem tollen japanischen Schriftsteller, der in aller Munde ist, gehört, aber gelesen hatte ich bis dato noch nichts.&lt;br /&gt;Und jetzt, gen Ende von Mr. Aufziehvogel muss ich sagen: Tolle Geschichte, tolles Buch. Aber so arg anders ist das gar nicht. Ein relativ normaler Um-die-dreißig-jähriger in einer ziemlich normalen Ehe, in einem ganz normalen Haus, mit einem ganz normalen aber aufgegebenen Job, der ziemlich normale Mahlzeiten zu sich nimmt und ganz normales Bier trinkt. Zugegeben, dieses Normalsein ändert sich im Laufe des Buches, jedoch nicht so, dass ich es unabänderlich mit Japan in Verbindung bringen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mal schauen was zukünftige Murakami-Lektüre so mit sich bringt…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-114710180788716557?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/114710180788716557/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=114710180788716557' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114710180788716557'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114710180788716557'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/05/japan-ist-berall.html' title='Japan ist überall'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-26954471.post-114623406730073104</id><published>2006-04-28T15:16:00.000+01:00</published><updated>2006-05-19T09:08:22.456+01:00</updated><title type='text'>Mein Japan?</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;Das erste Bild, das angesichts dieses Wortes vor meinem inneren Auge erscheint, zeigt eine Vielzahl überdimensional großer Schwärme japanischer Touristen, die in den Sommermonaten jeden Jahres meine Heimatstadt überfluten.&lt;br /&gt;Von den Firmen, bei denen jene Menschen angestellt sind, werden diese Gruppenreisen in aller Ausführlichkeit geplant und durchgeführt. Heute hier – morgen dort. Und in jeder neuen Stadt so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich mitnehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenscheinlich gehören für Japaner auch einfache deutsche Schüler zu Sehenswürdigkeiten. Zumindest kann ich es mir nicht anders erklären, warum wir in unseren Mittagspausen oftmals mit und für knipswütige Japaner posieren durften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/japs%20tourist.0.jpg"&gt;&lt;img style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; CURSOR: hand; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/400/japs%20tourist.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;p align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;/div&gt;„picture please, picture please“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der typische, sich in Baden-Baden aufhaltende Japaner trägt eine unmögliche Kombination von karierter Hose und gestreiftem Polohemd. Hinzu kommen grobe Sandalen, in welchen selbstverständlich Socken getragen werden. Gekrönt wird dieses Bild durch einen Safarihut über einem sonnenbebrillten Gesicht, sowie durch ein Monstergerät von einer Kamera.&lt;br /&gt;An ihrem Revers tragen sie einen unübersehbaren Button mit Namen und Firmenschriftzug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soll das nun der Eindruck von Japan sein, den ich für den Rest meines Lebens behalten werde?&lt;br /&gt;Denn abgesehen von Touristen kommt man in unserer westlichen Welt nicht in Kontakt mit Japan – zumindest nicht ohne eigenes Bemühen.&lt;br /&gt;Selbst Mangas, Grüntee, Karate und Sushi können uns (meines Erachtens) nicht einmal eine Idee des traditionellen, historischen Japans vermitteln. Derlei Dinge sind aus ihrem kulturellen Kontext gerissen und schön verträglich an den unseren angepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich aber möchte ein anderes – mein eigenes – Japan finden. Es wird sicherlich nicht das Japan der Japaner sein, oder das Japan irgendeines anderen Menschen.&lt;br /&gt;Aber ich möchte eben auch nicht, dass es das oben beschriebene bleiben muss.&lt;br /&gt;Selbst wenn ich es nicht finden sollte, oder ich mit dem Ergebnis meiner Suche nicht zufrieden sein sollte – selbst dann hatte ich Erfolg.&lt;br /&gt;Suchen muss ja nicht immer bedeuten etwas zu finden. Oder gar etwas zu finden, dass einem das Herz vor Freude aufgehen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Suche kann doch auch einfach nur Mittel zum Ausschluss einer Möglichkeit von abertausenden sein.&lt;br /&gt;Genau so möchte ich auf die Suche nach meinem Japan gehen. Ich ziehe jedes mögliche Ergebnis in Betracht... &lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/26954471-114623406730073104?l=tamaryokucha.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/feeds/114623406730073104/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=26954471&amp;postID=114623406730073104' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114623406730073104'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/26954471/posts/default/114623406730073104'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://tamaryokucha.blogspot.com/2006/04/mein-japan.html' title='Mein Japan?'/><author><name>Hanna</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10219003796918530780</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://photos1.blogger.com/blogger/7910/2827/1600/ichgrau.png'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
